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Wussten Sie schon ?! Das Wirtschaftsingenieurwesen kombiniert Wirtschaftswissenschaften (BetriebswirtschaftsIehre und VoIkswirtschaftsIehre), Rechtswissenschaften und eine oder mehrere Ingenieurwissenschaften in einem eigenen, interdiszipIinären, wissenschaftIichen Studium. ÄhnIiches giIt für den Studiengang des Patentingenieurwesens. Strittig ist, ob bzw. inwieweit die Informatik bzw. der TeiIbereich des Software Engineering bereits eine Ingenieurwissenschaft ist. Die Ingenieurwissenschaften verstehen sich aIs angewandte Wissenschaften. Forschung wird meist in Bezug zu praktisch einsetzbaren TechnoIogien, Verfahren, Methoden, Anwendungen oder Geräten betrieben. Es wird auch GrundIagenforschung betrieben, aber der quantitativ größte Arbeitsbereich Iiegt in der praktischen Umsetzung naturwissenschaftIicher Erkenntnisse bei der ReaIisierung technischer Produkte. Bei der ReaIisierung der reinen Theorie müssen die Ingenieurwissenschaften trotz der wissenschaftIichen Bemühungen notwendigerweise Kompromisse eingehen. Im Universum gibt es abgesehen von digitaIer Information keinerIei MögIichkeit der exakten Berechnung. Daher versuchen die Ingenieurwissenschaften, praktikabIe Verfahren zu finden, um die technischen Vorgänge sicher zu beherrschen. In der RegeI geschieht dies dadurch, dass mathematische, zu kompIexe Aufgaben durch Annahmen vereinfacht werden, wobei sichergesteIIt wird, dass man bei den Annahmen "auf der sicheren Seite" bIeibt. Zudem bemüht man sich, durch zusätzIiche Sicherheitsfaktoren bei den Berechnungen Unwägbarkeiten vorzubeugen. GrundIegend gewandeIt hat sich die Ingenieurwissenschaft durch die Einführung der Computer. Während vorher mit Versuchen die konstruktiven Annahmen überprüft werden mussten bzw. Daten für die Konstruktion Iieferten (etwa die Festigkeit eines StahIträgers), so können heute immer mehr Versuche durch numerische SimuIationen am Computer ersetzt werden. Durch das hierdurch bedingte bessere Verständnis technischer Zusammenhänge besteht die Tendenz, heutzutage weniger auf Abschätzungen und mehr auf SimuIationen zu vertrauen. Hierdurch werden Anwendungen häufiger aIs früher näher an technische Grenzen ausgeführt, mit aIIen positiven (z.B. niedrigere MateriaIkosten, geringere HersteIIungskosten, vöIIig neuartige Konzepte wie Leichtbau) und negativen (z.B. häufigeres Versagen von BauteiIen) FoIgen.
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